Was sind öffentliche Versteigerungen und wie werden sie steuerlich behandelt?

Verfasst von Solvo · auf Grundlage offizieller Quellen · Veröffentlicht am 1. September 2026

TLDR: Öffentliche Versteigerungen sind Verkäufe von beweglichen Sachen (Waren, Effekten, bewegliche Gegenstände), die öffentlich und im Wege der Versteigerung mit Publizität und Wettbewerb in Anwesenheit von bevollmächtigten öffentlichen Beamten, beeidigten Warenmaklern oder zugelassenen freiwilligen Betreibern von öffentlichen Möbelversteigerungen durchgeführt werden. Sie unterliegen der Grunderwerbsteuer und müssen durch ein Versteigerungsprotokoll dokumentiert werden. Die steuerliche Behandlung umfasst eine Registrierungspflicht bei Androhung von Strafen sowie ein spezifisches Mehrwertsteuerregime für Kunstwerke, Sammlerstücke oder Antiquitäten.

Definition und rechtlicher Rahmen

Öffentliche Versteigerungen bezeichnen den Verkauf von körperlichen beweglichen Sachen (Waren, Effekten, bewegliche Gegenstände), die öffentlich und im Wege der Versteigerung mit Publizität und Wettbewerb organisiert werden. Sie müssen in Anwesenheit folgender Personen durchgeführt werden:

Diese Versteigerungen können freiwillig (organisiert von zugelassenen privaten Betreibern, Notaren oder gerichtlichen Stellen) oder gerichtlich sein. Online-Auktionen gelten als öffentliche Versteigerungen, wenn sie die Regeln der Zuschlagserteilung an den Meistbietenden einhalten und die Intervention eines Dritten zur Beschreibung der Sache und zum Abschluss des Verkaufs erfordern.

Ausschlüsse vom Anwendungsbereich der öffentlichen Versteigerungen

Nicht als öffentliche Versteigerungen gelten:

Registrierungspflicht

Öffentliche Versteigerungen von körperlichen beweglichen Sachen (z. B. Waren, Gegenstände) müssen zwingend beim zuständigen Finanzamt registriert werden, und zwar entweder am Wohnsitz des Betreibers oder am Ort der Durchführung der Versteigerung. Diese Pflicht obliegt:

Ein Fehlen oder eine Verspätung der Registrierung führt zur Anwendung von:

Inhalt des Versteigerungsprotokolls

Das Protokoll muss für jeden zugeschlagenen Gegenstand folgende Angaben enthalten:

Mehrwertsteuerbehandlung bei öffentlichen Versteigerungen

Für Kunstwerke, Sammlerstücke oder Antiquitäten, die bei öffentlichen Versteigerungen verkauft werden, gilt das Mehrwertsteuerregime für Gebrauchtwaren mit den spezifischen branchenspezifischen Regeln für diese Kategorien. Öffentliche Versteigerungen dieser Gegenstände unterliegen der Mehrwertsteuer, wenn der Verkäufer ein steuerpflichtiger Unternehmer ist (z. B. Händler, Kunstgalerien).

Strafen und Sanktionen

Das Unterlassen oder die Verspätung bei der Registrierung des Versteigerungsprotokolls führt zu steuerlichen Sanktionen:

Informationsinhalt, stellt keine persönliche Steuerberatung dar.

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Offizielle Quellen

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